Wie viel Wasser am Tag trinken? Rund 1,5 Liter aus Getränken als Boden, plus die Stellschrauben für Ihren persönlichen Bedarf bei Sport, Hitze und Gewicht.

Wie viel Wasser sollte man am Tag trinken?

Glas Wasser auf dem Tisch als Erinnerung, jeden Tag genug Wasser zu trinken
Inhalt

Kurz gesagt: Als Boden gelten rund 1,5 Liter Flüssigkeit aus Getränken pro Tag, mit dem Essen zusammen etwa 2,5 Liter gesamt. Bei Sport, Hitze und höherem Körpergewicht darf es mehr sein – orientieren Sie sich an Durst und Urinfarbe.

Sie haben die Frage bestimmt schon hundertmal gehört: Wie viel Wasser am Tag trinken ist eigentlich richtig? Mal heisst es zwei Liter, mal acht Gläser, mal noch viel mehr. Die ehrliche Antwort ist einfacher und gleichzeitig persönlicher, als die meisten Faustregeln glauben machen. Es gibt einen guten Startwert für alle, und darüber legt sich Ihr eigener Bedarf. In diesem Ratgeber bekommen Sie beides: die klare Zahl zum Merken und die Stellschrauben, mit denen Sie sie auf sich anpassen.

Die kurze Antwort: rund 1,5 Liter aus Getränken

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einem gesunden Erwachsenen etwa 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag aus Getränken. Das ist die Baseline, an der Sie sich festhalten können, wenn Sie nichts weiter über Ihren Tag wissen. Wichtig ist das kleine Wort daraus: aus Getränken. Denn Ihr Körper bekommt zusätzlich Wasser über das Essen, etwa aus Suppe, Obst, Gemüse und Joghurt. Rechnet man das mit, landet der gesamte tägliche Wasserbedarf eines Erwachsenen ungefähr bei 2,5 Litern.

Diese Richtwerte stammen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die einem gesunden Erwachsenen rund 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag aus Getränken empfiehlt.

Diese 1,5 Liter sind dabei kein Maximum, das Sie nicht überschreiten dürfen, sondern ein solider Boden, unter den Sie an einem normalen Tag nicht rutschen sollten. Wer Sport treibt, schwitzt oder bei Hitze unterwegs ist, braucht klar mehr. Eine einzige Pauschalzahl für alle Menschen wäre genauso unsinnig wie eine Schuhgrösse für alle Füsse. Sehen Sie die Empfehlung deshalb als Ausgangspunkt, nicht als das letzte Wort.

Person deckt ihren täglichen Wasserbedarf mit einem Glas Wasser
Was Ihren Bedarf wirklich steuert

Was Ihren Bedarf wirklich steuert

Ihr persönlicher Flüssigkeitsbedarf hängt an einer Handvoll Faktoren. Wenn Sie sie kennen, können Sie Ihre Trinkmenge selbst grob ausrechnen, statt sich an fremde Zahlen zu klammern.

Körpergewicht. Je mehr Sie wiegen, desto mehr Wasser braucht Ihr Körper für seinen Stoffwechsel. Ein Mensch mit 60 Kilogramm hat einen anderen Grundbedarf als einer mit 90 Kilogramm. Genau hier setzt die Rechnung nach Körpergewicht an, die Sie gleich in der Tabelle finden.

Aktivität. Bei jeder Bewegung schwitzen Sie, und mit dem Schweiss geht Flüssigkeit verloren. Eine halbe Stunde joggen oder ein langer Arbeitstag auf dem Bau kostet schnell einen halben bis ganzen Liter zusätzlich. Wer viel sitzt, liegt eher am unteren Rand.

Hitze und Jahreszeit. Im Hochsommer oder in einem geheizten Büro im Winter verdunstet mehr Wasser über die Haut, oft ohne dass Sie es als Schwitzen bemerken. An heissen Tagen dürfen Sie Ihre Menge spürbar nach oben schrauben.

Alter und Lebensphase. Ältere Menschen spüren weniger Durst, obwohl ihr Körper genauso Flüssigkeit braucht. Senioren tut deshalb ein fester Trink-Rhythmus gut, weil das Durstgefühl als Erinnerung ausfällt. Auch Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf und sollten ihre Menge mit der Hebamme oder dem Arzt absprechen.

Ein Beispiel macht das greifbar. Nehmen Sie eine Büroangestellte mit 70 Kilogramm an einem ruhigen Schreibtischtag im Frühling. Sie liegt mit etwa zwei Litern gut im Plan. Geht dieselbe Frau am Wochenende bei 28 Grad wandern, kommen schnell ein bis anderthalb Liter dazu. Gleicher Mensch, gleiche Woche, deutlich andere Menge. Genau darum ist Ihre eigene Beobachtung mehr wert als jede starre Zahl.

Trinkmenge nach Körpergewicht und Situation

Eine bewährte Faustregel rechnet mit etwa 30 bis 40 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Das deckt den Bedarf eines normal aktiven Erwachsenen. Die folgende Tabelle übersetzt das in handliche Richtwerte. Sie ersetzt keinen ärztlichen Rat, gibt Ihnen aber eine ehrliche Orientierung.

KörpergewichtGrundbedarf pro TagPlus bei Sport oder Hitze
60 kgetwa 1,8 bis 2,4 Literplus 0,5 bis 1,0 Liter
75 kgetwa 2,3 bis 3,0 Literplus 0,5 bis 1,0 Liter
90 kgetwa 2,7 bis 3,6 Literplus 0,7 bis 1,5 Liter

Diese Werte meinen die gesamte Flüssigkeit über den Tag, also Getränke plus das Wasser aus dem Essen. Wer auf Nummer sicher gehen will, peilt eher die obere Spanne an. Beim Sport gilt eine einfache Linie: Trinken Sie vor, während und nach der Belastung in kleinen Schlucken. Ein Marathon oder harte Gartenarbeit bei 30 Grad sprengt diese Richtwerte natürlich, dann zählt Ihr Durst plus ein bewusster Nachschlag. Bei Nierenerkrankungen, Herzschwäche oder bestimmten Medikamenten kann die ärztlich verordnete Menge übrigens deutlich abweichen. Solche Fälle gehören in die Hand des Arztes, nicht an eine Tabelle.

Wasser wird aus einer Karaffe in ein Glas eingefüllt
So verteilen Sie das Trinken über den Tag

So verteilen Sie das Trinken über den Tag

Die richtige Gesamtmenge nützt wenig, wenn Sie sie abends in zwei Litern auf einmal hinunterstürzen. Besser ist, Sie verteilen das Wasser in ruhigen Portionen über den Tag. Ein fester Ablauf macht das fast von allein.

  1. Starten Sie mit einem grossen Glas direkt nach dem Aufstehen.
  2. Stellen Sie zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser dazu.
  3. Trinken Sie ein Glas zu jeder Kaffee- oder Teepause.
  4. Halten Sie am Nachmittag eine gefüllte Flasche in Sichtweite.
  5. Gönnen Sie sich am frühen Abend noch ein Glas zum Ausklang.

Der Trick liegt in den Ankern: Sie koppeln das Trinken an Dinge, die Sie sowieso tun. Nach dem Aufstehen ist Ihr Körper über die Nacht leicht ausgetrocknet, ein Glas am Morgen bringt Sie sofort in Schwung. Eine sichtbare Flasche auf dem Schreibtisch erinnert besser als jede App, weil Sie sie ständig im Blick haben. Wer mag, markiert die Flasche mit Uhrzeiten und sieht auf einen Blick, ob er im Plan liegt.

Damit das klappt, muss vor allem genug Wasser im Haus sein. Wenn die letzte Kiste leer ist und der nächste Einkauf weit weg, leidet schnell die Routine. Genau hier hilft ein Vorrat, der ohne Schleppen ankommt. Über unseren Getränkelieferservice bringt der Wasserprinz Ihnen Ihr Wasser bequem an die Haustür im Raum Augsburg, auch in grösseren Mengen, damit der Nachschub nie zum Engpass wird.

Wasser oder andere Getränke: Was zählt mit?

Eine häufige Frage lautet, ob nur reines Wasser zählt oder auch alles andere im Glas. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht ausschliesslich stilles Wasser trinken, um Ihren Bedarf zu decken.

Am besten geeignet sind Wasser und ungesüsster Tee. Beide löschen den Durst, liefern keine überflüssigen Kalorien und belasten die Zähne nicht. Auch Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure zählt voll mit und bringt zusätzlich Mineralstoffe. Kaffee gilt entgegen dem alten Gerücht nicht als Flüssigkeitsräuber. In normalen Mengen zählt er ganz normal zu Ihrer Bilanz, auch wenn er nicht der Hauptlieferant sein sollte.

Vorsicht ist bei zuckerhaltigen Getränken angebracht. Limonade, Saftschorle in grossen Mengen oder Energydrinks bringen zwar Flüssigkeit, aber eben auch viel Zucker. Als Durstlöscher für jeden Tag taugen sie nicht. Sie sind eher Genuss für zwischendurch. Wenn Ihnen pures Wasser auf Dauer zu langweilig wird, lohnt ein Blick auf den Mineralgehalt: Verschiedene Mineralwässer schmecken überraschend unterschiedlich, von weich und neutral bis spritzig und kräftig. So finden Sie eine Sorte, die Sie gern und oft trinken.

Glas mit klarem Wasser auf einer Tischfläche
Die 8-Glas-Regel und andere Mythen

Die 8-Glas-Regel und andere Mythen

Kaum eine Trinkregel ist so bekannt wie die Empfehlung, acht Gläser Wasser am Tag zu trinken. Sie klingt griffig, ist aber unscharf. Niemand hat festgelegt, wie gross ein Glas dabei sein soll. Acht kleine Gläser ergeben etwas ganz anderes als acht grosse. Die Regel taugt höchstens als grobe Eselsbrücke, nicht als Messlatte. Halten Sie sich lieber an Liter und an Ihren eigenen Bedarf.

Ein zweiter Mythos behauptet, mehr sei immer besser. Das stimmt nicht. Ihr Körper meldet sich über das Durstgefühl recht verlässlich, und ein heller, fast farbloser Urin ist ein gutes Zeichen, dass Sie ausreichend trinken. Ist der Urin dagegen dunkelgelb und riecht streng, fehlt Ihnen Flüssigkeit. Wer in kurzer Zeit literweise Wasser in sich hineinkippt, kann den Salzhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Diese Überwässerung ist selten, aber sie zeigt: Auch nach oben gibt es eine sinnvolle Grenze.

Ein dritter Mythos dreht sich um eiskaltes Wasser. Manche glauben, der Körper verbrenne damit nennenswert Kalorien oder das kalte Wasser sei schädlich. Beides ist übertrieben. Kaltes Wasser löscht den Durst genauso gut wie lauwarmes. An heissen Tagen empfinden viele kühles Wasser als angenehmer und trinken davon mehr, und genau das ist der eigentliche Vorteil. Trinken Sie also die Temperatur, die Ihnen schmeckt, denn die beste Trinkmenge ist die, die Sie auch wirklich schaffen.

Unterm Strich brauchen Sie keine komplizierte Rechnung für jeden Tag. Merken Sie sich die rund 1,5 Liter aus Getränken als Boden, legen Sie bei Sport und Hitze nach, hören Sie auf Ihren Durst und sorgen Sie dafür, dass immer genug Wasser griffbereit steht. Wer dabei lieber zu hochwertigem Mineralwasser im Sortiment greift als zu Leitungswasser, trifft eine reine Geschmacksfrage.

Häufige Fragen zur täglichen Trinkmenge

Wie viel Wasser sollte ich beim Sport zusätzlich trinken?

Das hängt von Dauer und Schweiss ab. Als grobe Linie können Sie pro Stunde Bewegung einen halben bis ganzen Liter extra einplanen. Trinken Sie in kleinen Schlucken vor, während und nach der Belastung statt alles auf einmal danach.

Kann man zu viel Wasser trinken?

Ja, das ist möglich, aber selten. Wer in kurzer Zeit sehr grosse Mengen trinkt, kann den Salzhaushalt stören. Im Alltag passiert das fast nie. Halten Sie sich an Ihren Bedarf und an Ihr Durstgefühl, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Wie viel sollten ältere Menschen trinken?

Senioren brauchen genauso viel wie jüngere Erwachsene, spüren aber oft weniger Durst. Deshalb hilft ein fester Trink-Rhythmus mit Gläsern zu jeder Mahlzeit. So bleibt die Menge zuverlässig oben, auch ohne starkes Durstsignal.

Zählen Kaffee und Tee zur Trinkmenge?

Ungesüsster Tee zählt voll mit. Kaffee zählt in normalen Mengen ebenfalls und entwässert nicht, wie früher behauptet. Wasser und Tee sollten trotzdem die Hauptmenge ausmachen, Kaffee bleibt die Beilage.

Reicht Leitungswasser, oder ist Mineralwasser besser?

Beides deckt Ihren Bedarf. Leitungswasser und Mineralwasser unterscheiden sich vor allem im Mineralstoffgehalt und im Geschmack je nach Quelle. Welches Sie wählen, ist vor allem eine Frage von Geschmack und Vorliebe.

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Portrait von Manuel Lesti, persönlicher Ansprechpartner bei Wasserprinz in Augsburg.
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Manuel Lesti
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